Spatenstich für „Wohnen am Freer Bruch“ - mit dem Baugebiet setzt die Stadt Marl einen weiteren wichtigen Meilenstein in ihrer langfristig angelegten Stadtentwicklung. Auf einer Fläche von rund 6,4 Hektar entsteht ein modernes, klimaangepasstes Wohngebiet mit etwa 240 neuen Wohneinheiten.
Spatenstich im Baugebiet - neue Bäume und Schwammstadt
Bürgermeister Thomas Terhorst betont die Bedeutung des Projekts: „Ausreichender und bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Mit dem Baugebiet ‚Wohnen am Freer Bruch‘ schaffen wir in Marl nicht nur neuen Wohnraum, sondern auch ein attraktives Lebensumfeld für Familien, Paare und Einzelpersonen und das für alle Einkommensstrukturen. Damit stärken wir unsere Stadt nachhaltig und machen sie fit für die Zukunft.“
Erschließungsarbeiten schreiten voran
Und Stephan Schürmann, Geschäftsführer des Vorhabenträgers BRAWO RE Development Münster, ergänzt: „Die Jahre der Vorarbeit zeigen sich mittlerweile im Fortschritt der Erschließungsarbeiten auf der Baustelle. Hier entsteht ein generationenübergreifendes Projekt, das von der Kita bis zum Pflegeheim gedacht wurde.“
Wohnraum wird benötigt
Das Plangebiet ist Teil der bereits seit den 1990er-Jahren vorbereiteten Entwicklung des Bebauungsplans Nr. 175 entlang der Herzlia-Allee. Damit wird eine vorausschauende und nachhaltige Stadtplanung konsequent weitergeführt und sichtbar umgesetzt. Die Notwendigkeit für zusätzlichen Wohnraum ist in Marl seit Jahren deutlich erkennbar: Im Handlungskonzept Wohnen wurde ein Bedarf von rund 1.600 Wohneinheiten bis zum Jahr 2035 prognostiziert. Die nun geplanten Wohneinheiten im Bereich „Freer Bruch“ leisten dazu einen wichtigen Beitrag.
Vielfältiges Angebot
Im neuen Quartier entsteht ein vielfältiges Wohnangebot: Geplant sind Mehrfamilienhäuser sowie Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser. Ergänzt wird das Gebiet durch den Bau einer Kindertagesstätte, die insbesondere für junge Familien ein wichtiger Standortfaktor ist. Zudem ist eine Pflegeeinrichtung geplant.
Regenwasser versickert auf den Grundstücken
Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer klimaangepassten Bauweise nach dem Leitbild der sogenannten „Schwammstadt“. So werden alle Gebäude mit Flachdächern und Dachbegrünung ausgestattet, um Regenwasser zurückzuhalten und in den Sommermonaten zur Kühlung des Quartiers beizutragen. Darüber hinaus wird das anfallende Regenwasser direkt auf den Grundstücken versickert. Dies entlastet die Kanalisation und reduziert gleichzeitig das Risiko von Überflutungen bei Starkregenereignissen. „Mit diesem zukunftsweisenden System unterstreichen wir unsere vorausschauende Planung“, so Thomas Terhorst weiter. Der Klimaschutz wird zudem im öffentlichen Raum mitgedacht: Straßenbäume sorgen künftig für zusätzliche Verschattung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas.
Zügige Umsetzung
Die städtebauliche Planung wurde durch das Amt für Stadtplanung und integrierte Quartiersentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Büro ISR – Innovative Stadt und Raumplanung GmbH erarbeitet. Als Erschließungsträger ist die BRAWO RE Development Münster GmbH verantwortlich. Der Satzungsbeschluss wurde am 25. September 2025 gefasst und am 22. Oktober 2025 öffentlich bekannt gemacht – mittlerweile rollen schon seit einiger Zeit die Bagger.