Die Stadt Marl plant eine Hundezählung und prüft eine höhere Steuer für Listenhunde. Denn: Wer einen Hund hält, muss ihn anmelden und Hundesteuer zahlen.
Um nicht angemeldete "Steuersünder" aufzuspüren, plant die Stadt Marl für das kommende Jahr eine flächendeckende Hundezählung durch ein externes Unternehmen.
Die letzte Aktion dieser Art stammt noch aus dem Jahr 2001, als durch diese Maßnahme viele vergessene Vierbeiner entdeckt worden waren und zu Mehreinnahmen von rund 140.000 Euro für die Stadtkasse führte. Dass sich dieses Szenario wiederholen könnte, zeigen aktuelle Erfahrungen aus der Nachbarstadt Dorsten, wo allein bis Mitte Mai schon rund 350 Hunde neu angemeldet wurden. Haltern am See und Herten planen ähnlich wie Marl eine Hundezählung.
Steuersätze unter die Lupe nehmen
Im Zuge dieser Pläne nimmt die Verwaltung auch die Steuersätze selbst unter die Lupe. Denn in sechs Städten des Kreises Recklinghausen ist die jeweilige Steuer für sogenannte Listenhunde (umgangssprachlich oft als Kampfhunde bezeichnet) höher als für andere Hunde – nicht aber so in Marl. Eine Anpassung der Satzung hin zu einer höheren Steuer für diese Hunderassen hält die Verwaltung sinnvoll und notwendig. Dementsprechend werden aktuell konkrete Vorschläge erarbeitet und voraussichtlich im Oktober 2026 dem Rat vorgelegt. Dieser muss dann entscheiden, wie mit dem Thema umgegangen wird.
Rat beschließt verkaufsoffene Sonntage
Den kommenden verkaufsoffenen Sonntagen im Marler Stern steht erst einmal nichts im Wege. Der Rat der Stadt Marl hat dies auf seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien für den 11. Oktober 2026 anlässlich des „Seefestes“, den 8. November 2026 („Großer Antikmarkt“), den 20. Dezember 2026 („Weihnachtsmarkt“) und den 7. Februar 2027 („Großer Antikmarkt“) beschlossen - jeweils von 13 bis 18 Uhr.