Viele Arbeiten sind weit fortgeschritten / Zielgerade rückt näher / Bürgermeister freut sich über sichtbaren Fortschritt / Kulturzentrum soll 2027 eröffnet werden.
Die Sanierung des kulturellen Begegnungs- und Erlebniszentrums Marschall 66 schreitet weiter voran. Im ehemaligen Schulgebäude an der Kampstraße entsteht ein sogenannter „Dritter Ort“, an dem alle Menschen willkommen sind, sich gemeinsam engagieren und Kultur erleben. Viele Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten. Und die nächsten Schritte zeigen: Jetzt rückt die Zielgerade näher.
Zahlreiche Gewerke laufen parallel
Beim Zukunftsprojekt Marschall 66 laufen derzeit zahlreiche Gewerke parallel. „Im Innenbereich werden Trockenbau- und Estricharbeiten sowie Elektro- und Rohinstallationen umgesetzt. Und im Außenbereich sanieren wir die Fassade an der ehemaligen Sporthalle“, erklärt Claas Frein, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement. Auch an der Aufzugsanlage wird gearbeitet. Weiter vorwärts geht es auch bei der Lüftungstechnik und Sanitärinstallation. „Damit werden wichtige Grundlagen für die Inbetriebnahme geschaffen“, so Claas Frein. Weitere Etappen stehen an, dazu gehören Bodenbelagsarbeiten, der Abschluss des Trockenbaus sowie Malerarbeiten. Zudem folgen die abgehängten Decken, Fliesenarbeiten und die Gestaltung der gebäudenahen Außenanlagen und der Innenhöfe.
“Wir kommen gut voran”
Bürgermeister Thomas Terhorst zeigt sich zufrieden mit dem sichtbaren Fortschritt der Arbeiten: „Wir kommen gut voran. Die Gewerke greifen ineinander, besondere Hürden gibt es aktuell nicht.“ Damit sei ein weiterer wichtiger Abschnitt auf dem Weg zum neuen kulturellen Begegnungs- und Erlebniszentrum erreicht. „Noch ist vieles Baustelle. Doch mit jedem abgeschlossenen Arbeitsschritt wird deutlicher, welches Potenzial in Marschall 66 steckt. Wer heute durch die Räume geht, kann schon erahnen, was hier entsteht: ein lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und besondere Erlebnisse. Und das Beste liegt noch vor uns“, so Thomas Terhorst.
Bis zum Jahresende sollen die Hochbauarbeiten laut Stadt beendet sein, dann folgen die Außenanlagen. 2027 soll das neue kulturelle Begegnungs- und Erlebniszentrums eröffnet werden. Der Name Marschall 66 erinnert an den ehemaligen in Marl tätigen Architekten und Stadtplaner Günther Marschall. Das Zukunftsprojekt ist ein zentraler Baustein des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ISEK 2030+ für die Entwicklung und Aufwertung der Marler Stadtmitte.
Begegnung mit Kunst und Kultur
Mit dem Leitprojekt Marschall 66 soll ein sogenannter „Dritter Ort“ geschaffen werden, an dem kommunale Einrichtungen kultureller Bildung in unmittelbarer Nähe des Grimme-Instituts zusammenwirken. Dritte Orte sind Plätze des Zusammentreffens außerhalb des eigenen Zuhauses und des Arbeitsortes und bieten Menschen die Möglichkeit der Begegnung mit Kunst und Kultur. In dem seit 2002 leer stehenden Gebäude aus der Zeit der Nachkriegsmoderne sollen künftig das Skulpturenmuseum Marl, die Zentralbibliothek, ein Museumscafé mit Kleinkunstbühne sowie ausgewählte Angebote der insel-VHS und der Musikschule unter ein- und demselben Dach Platz finden und neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln.
Förderungen
Marschall 66 wird mit 10,9 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt das Projekt mit knapp 1 Mio. Euro. Für die Modernisierung der technischen Ausstattung der Bibliothek erhält die Stadt zudem eine Förderung von 171.000 Euro von der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Die Kostenprognose für das kulturellen Begegnungs- und Erlebniszentrum beläuft sich aktuell auf 22,8 Mio. Euro.
Weitere Infos: https://www.marl.de/marschall66