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Kunst, die um die Welt reist
Foto: Marco Stepniak

Kunst, die um die Welt reist

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Laura Tirier-Hontoy

Urban Art im Hagenbusch: Das internationale Pasteup Festival (IPUF) kommt nach dem erfolgreichen Debüt im letzten Jahr zurück nach Marl. Neben Kuratorin Simone Mandera packt auch Joy (23) tatkräftig mit an.

Wer heute durch die Türen des Jugend- und Kulturzentrums Hagenbusch tritt, erlebt eine farbenfrohe Explosion. Wände, Tische und Decken sind bedeckt mit Plakaten, Collagen und Stickern. Simone Mandera und ihr Mann Ingo arbeiten seit Monaten daran, das Haus erneut in eine Urban-Art-Oase zu verwandeln. Noch wird geplant, sortiert und vor allem geklebt – bis der Hagenbusch am 30. und 31. Mai wieder zum Treffpunkt für Urban-Art-Fans aus nah und fern wird.

Viele der Werke sind tausende Kilometer gereist, bevor sie schließlich in Marl ankommen. Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt schicken ihre Arbeiten zum Festival: vor allem Paste-Ups, Sticker und Collagen, die hier im Hagenbusch an den Wänden zusammenfinden. Paste-Ups sind auf Papier gestaltete Motive, die später im öffentlichen Raum angebracht werden. Auch Graffiti ist zu sehen: Im Außenbereich des Hagenbusch sind bereits erste Projekte entstanden, weitere sind geplant. „Viele sind begeistert von dem, was wir 2025 hier an die Wände bringen konnten: Vielfalt, Menge und alles im geschützten Raum“, sagt Mandera.

Die Welt zu Gast in Marl

Was als Idee begann – dass Urban Art nicht nur in Metropolen funktioniert – hat sich inzwischen zu einem internationalen Netz werk entwickelt. Viele Kontakte brachte Mandera bereits aus ihrer eigenen künstlerischen Arbeit mit. „Das hat mir sehr geholfen, um 2025 mit dem Festival zu starten“, erzählt sie. Seitdem wächst das Netzwerk stetig weiter. Über Social Media und persönliche Kontakte entstehen immer neue Verbindungen. „Das ist tägliche Netzwerkarbeit im Hintergrund – aber sie macht unglaublich viel Spaß.“ Unterstützung bekommt das Festival auch von jungen Helferinnen wie Joy.

Während der Festivaltage verkauft sie Muffins und Waffeln, kommt mit Besuchern und Künstlern ins Gespräch und sorgt dafür, dass sich alle willkommen fühlen. „Ich möchte meiner Generation zeigen, wie viel Spaß das macht und wie offen diese Szene ist“, sagt sie. Das IPUF versteht sich nicht nur als Ausstellung, sondern als kulturelle Bewegung. Langfristig soll das Festival jährlich stattfinden und Urban Art im öffentlichen Raum in Marl sichtbarer machen. Neben großflächiger Kunst erwarten Besucher auch Mitmachaktionen, Musik und Kulinarisches. Außerdem wird erneut Kunst zugunsten des Tierheims Marl verkauft: Gespendete Werke können ersteigert werden, der Erlös geht vollständig an das Tierheim.

Info
Jugend- und Kulturzentrum Hagenbusch

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