Firmen, interessierte Schülerinnen und Schüler sowie vom Jobcenter vermittelte junge Menschen kamen zusammen und suchten das Gespräch untereinander
Großes Interesse und viel Engagement beim Azubi-Speed-Dating der Stadt Marl und Agentur für Arbeit im Riegelhaus im Marler Stern: 15 Firmen und weit mehr als 100 interessierte Schülerinnen und Schüler sowie vom Jobcenter vermittelte junge Menschen suchten im 1:1-Gespräch im ehemaligen insel-Café den Kontakt zueinander.
„Die Resonanz zeigt, dass das Format zeitgemäß ist und bei den Unternehmen und Firmen genauso ankommt wie bei den jungen Menschen, die eine Ausbildung suchen. Zudem ist es ein kleiner Schritt, um auch dem Fachkräftemangel zu begegnen“, freute sich Bürgermeister Thomas Terhorst, der es sich nicht nehmen ließ, bei einem Rundgang mit Arbeitgebern und potenziellen Auszubildenden gleichermaßen ins Gespräch zu kommen. Frank Benölken, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit ergänzt: „Uns ist es wichtig, dass sich junge Menschen und Betriebe aufeinander zubewegen, miteinander sprechen und erkennen, dass nur mit Kompromissbereitschaft und gegenseitigem Verständnis die Basis für eine Zusammenarbeit entstehen kann. Es zeigt sich immer wieder: Je intensiver die Phase des Orientierens und Erprobens ausfällt, desto beständiger und erfolgreicher verläuft am Ende die Ausbildung.“
Direkter Austausch vor Ort
Großer Vorteil der Aktion: Bewerberinnen und Bewerber konnten in relativ kurzer Zeit ihre Fragen zu gleich mehreren, ganz unterschiedliche Berufsfeldern stellen. Und so nutzen beim Marler Azubi-Speed-Dating zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene die Gelegenheit zum direkten Austausch. Sie stellten sich den Firmenverantwortlichen vor Ort in Gesprächen persönlich vor und gewannen erste Eindrücke – ganz ohne die Hürden eines klassischen Bewerbungsverfahrens.
Positives Feedback
Auch viele Jugendliche bewerteten die Veranstaltung positiv: Sie konnten mehrere Branchen vom Einzelhandel über die Pflege bis zum Handwerk und der Industrie kennenlernen und ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz ausloten. An der einen oder anderen Stelle wurde zudem bereits „locker“ über eine Art „Probearbeiten“ und Praktika zum „Reinschnuppern“ gesprochen. So gab es beispielsweise einen Schüler, der in 2025 bereits ein einwöchiges Praktikum bei SYNECT absolviert hat, jetzt ein Jahrespraktikum beim Werkschutz anpeilt und zum Ziel hat, mit der gesammelten Erfahrung in 2027 in die Ausbildung zu starten.
Fortsetzung ist fest eingeplant
Die teilnehmenden Betriebe zeigten sich zufrieden mit dem Format. „Man kommt schnell ins Gespräch und bekommt ein viel besseres Gefühl für die Bewerberinnen und Bewerber“, erklärte einer der Vertreter. Angesichts der regen Teilnahme und der positiven Resonanz ist eine Fortsetzung im kommenden Jahr wieder fest eingeplant. Mit dabei waren in diesem Jahr: H & W Tiefbau GmbH & Co. KG, Lebenshilfe Mitte Vest e.V., Westnetz GmbH, Herta GmbH, EDEKA, MALZERS Backstube GmbH & Co. KG (45891 Gelsenkirchen), Caritas Marl (bestehend aus Caritasverband Marl e. V. & cbt Marl GmbH), Yanmar Energy System Europe GmbH, Holzland Bunzel, SYNEQT GmbH, Kaufland, Finanzamt Marl, JC Eckardt, Seniorenhilfe SMMP gGmbH, KKRN Bildung.
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