Das Konzert dreier Ausnahmesolisten mit den Bergischen Sinfonikern wird im Internet übertragen.
Es gibt keinen Stillstand beim Marler Debüt. Auch die Corona-Pandemie bringt die traditionsreiche Konzertreihe nicht zum Verstummen. Zwar kann am 17. April immer noch kein Publikum ins Theater gelassen werden. „Marler Debüt on Air“ lautet deswegen das Motto, unter dem drei junge Ausnahmesolisten, unter anderem der Marler Geiger Peter Son Götz, zusammen mit den Bergischen Sinfonikern musizieren. Das Konzert wird zum geplanten Termin im Internet übertragen.
Aufwändigste Produktion in der Geschichte des Marler Debüts
In Kooperation mit der „insel“ und einem auf Konzertvideos spezialisierten Filmteam ist das „Marler Debüt on Air“ die aufwändigste Produktion in der Geschichte dieser Konzertreihe. Aber es ist die Sache wert: Exklusiv für diesen Abend haben die besten Nachwuchstalente ihre Meisterwerke monatelang erarbeitet. Die Gelegenheit, an diesem Abend mit einem großen Orchester zu konzertieren, ist ein Erfahrungsgewinn, von dem beim Marler Debüt schon viele spätere Klassik-Weltstars profitiert haben.
Geiger Peter Son Götz
Der Marler Geiger Peter Son Götz musiziert zusammen mit den Bergischen Sinfonikern Antonin Dvoraks romantisches, hochvirtuoses Violinkonzert a-Moll opus 53. Seinen ersten Violinunterricht erhielt Peter Son Götz bei Joachim Kasan, ebenso wurde er durch Edda Richter-Blaes gefördert. Später bekam er Unterricht bei Wladimir Petritschenko, dem ehemaligen Konzertmeister bei der Neuen Philharmonie Westfalen und bei Olga Sandor, der Mitbegründerin der Philharmonia Hungarica.
Cellist Aaron Schröer
Aus Münster stammt der Cellist Aaron Schröer, der den Abend mit Haydns Cellokonzert Nr. 2. eröffnet - einem Meisterwerk, an dem sich alle großen Weltklasse-Cellisten messen. Seit Frühjahr 2016 wird Aaron Schröer von Prof. Matias de Oliveira Pinto an der Musikhochschule Münster unterrichtet. Ab dem Wintersemester 2017/18 war er zwei Jahre lang Jungstudent im Rahmen der Jugendakademie Münster, dem gemeinsamen Begabtenförderungsprojekt der Westfälischen Schule für Musik und der Musikhochschule.
Bratschist Marvin Stark
Der dritte Programmpunkt sorgt für einen Kontrast: Benjamin Brittens „Lachrymae opus 53“ ist eines der expressivsten Stücke für Viola und Orchester aus der frühen Moderne. Ein tief berührender Dialog zwischen Solist und Orchester verlangt allen Beteiligten höchste Konzentration ab. Für diese Herausforderung steht der Bratschist Marvin Stark bereit. Marvin Stark wurde 1999 in Halle (Saale) geboren und studiert heute an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar.
Phantastische Bühnenpräsenz
Bruce Wadsworth konnte sich bei den Proben für das Konzert von der Bühnenpräsenz diese drei jungen Musiker überzeugen: „Bei Peter Son Götz fasziniert mich vor allem die emotionale Intensität in seinem Spiel. Bei Marvin Stark sehe ich eine fabelhafte und für dieses Alter untypische Gabe, eine Komposition intellektuell in ganzer Tiefe zu ergründen. Bei Aaron Schröer ist es ein spektakuläres Erlebnis, wie er in seinem Spiel regelrecht körperlich mit seinem Instrument verschmilzt.“ So etwas verfehlte bei den Mitgliedern des Orchesters seine Wirkung nicht, die sich von der Ausstrahlung der jungen Musiker sehr begeistert zeigten.
Zugang zum Konzertvideo
Dirigiert werden die Bergischen Sinfoniker an diesem Abend von Johannes Marsovsky. Moderationen zu den Musikstücken und Interpreten liefert Johannes Zink, auch durch den WDR bekannt. Dies alles lässt sich am 17. April in bester Bild- und Tonqualität erleben. Den Zugang gibt es über folgenden Internet-Link www.marl.de/marlerdebuet
Ebenso ist auf den Konzertplakaten in der Stadt ein QR-Code abgedruckt, der via Mobiltelefon einen direkten Zugang zum Stream liefert. Natürlich ist es für die Ausführenden am schönsten, wenn möglichst viele Menschen direkt am Abend des 17.4. die Übertragung mitverfolgen. Aber das Konzert kann auch noch vier Wochen danach jederzeit „nachgehört“ werden.